Psychotherapeutische Praxen Freiburg



Psychotherapie-Richtlinien
der Gesetzlichen Krankenversicherungen,

Regelungen der Privaten Krankenversicherungen

Beihilfebestimmungen


Psychotherapeutische Behandlungen sind seit etwa 1970 von den Gesetzlichen Krankenkassen übernommene Leistungen, dann auch von Privaten Krankenkassen und den Beihilfen.
Das war Folge einer großangelegten Untersuchung, die zeigte, dass Menschen, die eine Psychotherapie gemacht hatten, im Vergleich zur Durchschnittsbevölkerung geringer Arztkosten hatten, geringere Medikamentenkosten, weniger Krankenhausaufenthalte und weniger Krankheitstage im Jahr.

Gesetzliche Krankenversicherung

Die von der Psychoanalyse abgeleiteten Psychotherapie - Verfahren (ebenso wie die von uns nicht durchgeführte Verhaltenstherapie) sind im Unterschied zu sonstigen Verfahren wissenschaftlich und von den gesetzlichen Richtlinien (SGB V) anerkannt.

Nach einem festgelegten Antragsverfahren mit schriftlichen Anträgen an einen unabhängigen Fachgutachter (keine persönliche Vorstellung!) werden die Kosten von den gestzlichen Krankenkassen übernommen, sofern der Psychotherapeut entsprechend ausgebildet ist und eine Kassenzulassung erhalten hat.

Der Therapeut führt am Anfang mehrere Probegespräche mit dem Therapiesuchenden durch und entscheidet dann gemeinsam mit dem Patienten, ob eine Therapie erforderlich ist, welche in Frage kommt - und auch, ob er für den Patienten ein geeigneter Therapeut ist. Danach erst stellt er die erforderlichen Anträge.

Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen:
Analytische Psychotherapie:
Einzelbehandlung: 80 - 240, max. 300 Std. / 2 - 4 Sitzungen pro Woche Gruppentherapie: 80 - 120, max. 150 Std. / 1 - 2 Doppelstunden pro Woche

Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie:
Einzelbehandlung: 50 - 80, max. 100 Std. / 1 Sitzung pro Woche Gruppentherapie: 40 - 60, max. 80 Std. / 1 Doppelstunde pro Woche

Kurzzeittherapie:
25 Stunden

Analytische Paartherapie und analytische Familientherapie sind keine Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung und müssen demnach selbst bezahlt werden.

Private Krankenversicherungen

Private Krankenversicherungen haben eigene Vertragsregelungen.

Seit Jahren bestehende, alte Verträge haben manchmal Vereinbarungen, die denen der gesetzlichen Krankenkassen ähneln, einschließlich des Antragsverfahrens mit einem unabhängigen Fachgutachter. Allerdings liegen da die maximalen Leistungen wie bei der Beihilfe (siehe unten) etwas niedriger als bei den gesetzlichen Krankenkassen.
In neueren Verträgen sind die Leistungen erheblich reduziert oder für niedrigere Versicherungsbeiträge gar ausgeschlossen.

Es ist also erforderlich, sich seine Vertragsbedingungen anzuschauen und sie zur Klärung eventuell mit dem Therapeuten zu besprechen.

Beihilferegelungen

Die Beihilferegelungen des Bundes, der Länder und Kommunen wie auch der Kirchen beinhalten eine Kostenübernahme psychotherapeutischer Behandlungen. Anerkannt sind auch hier die Behandlungsverfahren, die von der Psychoanalyse abgeleitet sind.
Allerdings werden aus vormalen Gründen nicht alle Psychotherapeuten akzeptiert, die von den gesetzlichen Krankenkassen zugelassen sind.

Das Antragsverfahren mit schriftlichem Antrag an einen unabhängigen Fachgutachter entspricht im Wesentlichen dem der gesetzlichen Krankenkassen. (siehe oben)

Der Leistungsumfang liegt bei
analytischer Psychotherapie in Einzelbehandlung bei max.240 Stunden;
bei analytischer Gruppenpsychotherapie bei max. 120 Stunden;
für tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie in Einzelbehandlung bei 80 Stunden.

Unterlagen können bei der zuständigen Beihilfestelle angefordert werden.